Jede neue Idee bereichert deinen Wissensschatz. Altes Wissen wiederkauen bringt keine neuen Impulse. Und deshalb folgt nun ein Gastbeitrag von Ingrid Werner.
Wir sprachen vor Kurzem und ich kam auf die Idee, dass KosmoGraphik auf meiner Stifto-philen Webseite mal präsentiert werden müsste.
Also Bühne frei …
Astrologie ist faszinierend. Du liest etwas über eine bestimmte Konstellation in deinem Horoskop, nickst zustimmend und fühlst dich verstanden.
Und dann stehst du in der Küche, suchst den Autoschlüssel und fragst dich, was du mit diesem Wissen eigentlich konkret anfangen kannst. Zwischen astrologischer Erkenntnis und Alltag liegt oft ein breiter Fluss. KosmoGraphik baut die Brücke.
Was bedeutet Astrologie praktisch anwenden?
Warum astrologisches Wissen allein nicht reicht
Viele Menschen nutzen Astrologie, um sich besser kennenzulernen und ihre Eigenheiten, Ressourcen und Herausforderungen zu verstehen. Dazu ist Astrologie das richtige Tool. Sie erklärt Eigenschaften, wiederkehrende Themen und unbewusste Muster. Das ist interessant, hilfreich und manchmal auch erleichternd.
Doch dieses Wissen bleibt im Kopf. Verstehen allein verändert noch nichts. Du kannst verstehen, warum du Konflikten ausweichst – und es trotzdem am nächsten Tag wieder tun.

Der Unterschied zwischen Horoskop verstehen und Horoskop leben
Astrologie beschreibt Möglichkeiten. Konstellationen im Horoskop können gehemmt, kompensiert oder erlöst gelebt werden. Einfach ausgedrückt, im Licht oder im Schatten, mit Freude oder mit Frust.
Wie du die Konstellationen in deinem Horoskop lebst, bestimmst allein du. Wenn du etwas bei dir verändern möchtest (also zum Beispiel mehr die lichtvolle Seite einer Konstellation leben) musst du aus dem Verstehen in die Umsetzung kommen.
Praktische Anwendung bedeutet, aus einer Deutung eine Erfahrung zu machen. Erst wenn ein Thema emotional und körperlich spürbar wird, kann sich etwas bewegen.
Genau hier kommt die KosmoGraphik ins Spiel.
Was ist KosmoGraphik und wie unterstützt sie die Anwendung von Astrologie?
KosmoGraphik als Verbindung von Astrologie und intuitivem Zeichnen
In der KosmoGraphik geht es nicht um Horoskopdeutung oder Zukunftsprognosen. Die Methode übersetzt astrologische Inhalte in einen Prozess, den du mit Stift und Papier erlebst. Nicht über lange Gespräche oder bloßes Wissen, das im Kopf stecken bleibt, sondern durch Übersetzung in eine symbolhafte Sprache, die dein Unterbewusstsein versteht. Hier beginnt die Veränderung.
Denn wenn sich deine innere Einstellung zu einem bestimmten Thema ändert, ändern sich deine Gefühle und Gedanken dazu. Wenn du neu darüber fühlst und denkst, handelst du auch anders als zuvor. Und wenn du auf neue Art handelst, wirst du im Alltag andere Ergebnisse bekommen.
Eine einfache Schlussfolgerung, aber mit bahnbrechender Wirkung für dein Leben.
KosmoGraphik ist die moderne Methode, Astrologie mit intuitivem Zeichnen zu verbinden. Beim Zeichnen rutscht das Thema vom Kopf in den Körper und ins Unterbewusstsein.
Du musst nicht sofort alle Konstellationen in deinem Horoskop und deren Aspekte verstehen. Ein einzelner Fokus genügt. Das kann zum Beispiel dein Aszendenten sein, eine bestimmte Konstellation oder eine Frage wie „Warum sage ich so selten Nein?“ und die Antwort, die dein Horoskop dazu gibt.
Das punktuelle astrologische Wissen über dein Thema, das du näher kennenlernen oder verändern willst, kannst du in Büchern oder im Internet nachlesen oder eine Astrologin dazu befragen. In meinen Kursen bekommst du es von mir.
Dieses Thema wird nicht analysiert wie in einer Beratung, sondern auf ein Blatt Papier gebracht. Linie für Linie entsteht ein Bild, das weniger Kunstwerk und mehr Erfahrungsraum ist. Ein Ich-Werk.
Der Stift wird zum Dolmetscher zwischen dem, was du weißt, und dem, was du fühlst.
Wie Zeichnen innere Prozesse sichtbar macht
Beim intuitiven Zeichnen planst du nichts, sondern du schaltest deinen Kopf aus und lässt deine Hand frei. Linien entstehen, Formen werden hinzugefügt, Verbindungen oder Abgrenzungen gezeichnet, später kommen Farben hinzu.
Durch die Hand-Gehirn-Verbindung setzt du beim Zeichnen Impulse in deinem Nervensystem, und neue neuronale Verbindungen entstehen.
Gleichzeitig achtest du auf dich. Was zeigt sich körperlich? Was fühle ich? Kommen neue Gedanken, Geistesblitze, Erkenntnisse? KosmoGraphik ist auch eine Achtsamkeitsübung.
Meine TeilnehmerInnen berichten, dass ihre Gedanken sich beruhigen, der Atem ruhiger wird und plötzlich Ideen auftauchen, die vorher nicht greifbar waren.
Im intuitiven Zeichnen zeigt sich, wie schnell sich ein innerer Zustand verschieben kann, wenn die Hand in Bewegung kommt.
Wobei hilft KosmoGraphik?
Der Nutzen liegt vor allem in der Verbindung von Verstehen und Spüren. Viele Menschen haben bereits Bücher gelesen, Seminare besucht und Listen über ihre Stärken geschrieben. Trotzdem bleiben alte Reaktionen hartnäckig. KosmoGraphik setzt an dieser Stelle an.
Sie hilft dir, persönliche Muster sichtbar zu machen
Beim Zeichnen tauchen Themen auf, die du vielleicht kennst, aber selten fühlst. Ein innerer Konflikt zeigt sich nicht als Theorie, sondern als Form auf dem Papier. Er bleibt nicht abstrakt. Durch die Beobachtung, wie das Thema auf dem Blatt sich zeigt und entwickelt, wird es greifbarer für dich.
Sie unterstützt dich bei der Integration
Astrologische Informationen sind oft abstrakt. Durch das Zeichnen bekommen sie eine körperliche Qualität. Du nimmst wahr, wie sich eine bestimmte Eigenschaft in dir anfühlt.
Sie stärkt deine Selbstwirksamkeit
Du bist nicht mehr Zuschauer*in deines Horoskops. Du nimmt eine Information aus deinem Chart, gestaltest intuitiv ein Bild und damit auch deine innere Haltung. Du bist aktiv geworden und hast deine persönliche Entwicklung selbst in die Hand genommen. Das macht dich stolz und verändert auch den Blick auf dich selbst.
Sie beruhigt das Nervensystem
Das Ziehen von spontanen Linien wirkt ordnend, das Hinzufügen von Kreisen harmonisiert. Viele erleben nach einer Session mehr Ruhe und Klarheit, ohne dass sie analysieren mussten.
Sie macht Astrologie praktisch
Du musst nicht dein komplettes Chart verstehen. Komplexe Konzepte werden auf ein einzelnes Thema reduziert. Statt mit vielen Informationen gleichzeitig zu kämpfen, arbeitest du mit einer klaren Richtung. Du brauchst kein Fachwissen, sondern näherst dich deiner Wahrheit auf intuitive Weise.

Wie läuft eine KosmoGraphik-Session Schritt für Schritt ab?
Du musst dafür weder zeichnen können noch astrologisches Fachwissen besitzen. KosmoGraphik funktioniert auch, wenn du den Unterschied zwischen Mond und Mars nicht erklären könntest.
1. Du wählst dein Thema und setzt den astrologischen Fokus
Am Anfang steht eine Frage oder ein astrologischer Fokus, z.B. dein Aszendent. Wichtig ist die Begrenzung. Ein klar umrissenes Thema wirkt stärker als wenn du dein Horoskop im Ganzen verstehen wollen würdest. Der Fokus schützt dich vor Überforderung.
Du bekommst eine kurze Einordnung (aus Büchern, dem Internet oder von mir). Keine endlose astrologische Deutung, sondern eine verständliche Erklärung, welche Qualität hier im Mittelpunkt steht. Das gibt dem Zeichnen Richtung.
2. Intuitiv zeichnen
Dann kommt der Stift ins Spiel. Ohne künstlerischen Anspruch setzt du Linien, Kreise und Formen. Es gibt keine richtigen Ergebnisse. Dein Kopf darf Pause machen. Die Hand übernimmt.
3. Innere Verarbeitung
Während des Zeichnens verlangsamt sich das Denken. Gefühle dürfen auftauchen, ohne erklärt zu werden. Viele beschreiben diesen Zustand als ruhig und konzentriert.
4. Nachwirkung
Das fertige Bild bleibt als Anker. Hänge es dir in deiner Wohnung an einer Stelle auf, an der du immer wieder vorbeikommst, z.B. an den Kühlschrank, neben den Badezimmerspiegel, an die Schranktür. Jeder Blick darauf kann den Prozess wieder aktivieren. Manchmal kommen Einsichten erst Tage später beim Zähneputzen.
5. Intuitives Schreiben
Die Wirkung der Zeichnung kannst du verstärken, indem du gleich danach aufschreibst, was dir dazu in den Sinn kommt. Welche Eindrücke hattest du? Welche Gedanken und Gefühle? Welche Erkenntnis? Was macht jetzt Sinn?
Durch das absichtslose Schreiben kommen oft Informationen aus deinem Unterbewusstsein nach oben, die vorher nur als Ahnung vorhanden und nicht greifbar waren.
Das Zusammenspiel von Zeichnen und Schreiben verstärkt den inneren Prozess der Veränderung.
6. Ein Schritt im Alltag
Damit etwas Neues entstehen kann, braucht es eine kleine Handlung. Ein Gespräch, eine Entscheidung oder ein mutiger Versuch. Die tatsächliche Umsetzung ist bewusst machbar gewählt. Überfordere dich nicht, aber werde aktiv. Gehe einen Schritt in Richtung deines zukünftigen Ichs.
Ein Beispiel: Der Aszendent
Ein anschauliches Beispiel ist die Arbeit mit dem Aszendenten. Er beschreibt, wie wir auf neue Situationen zugehen und welche Qualitäten wir im Leben – auch beruflich – entwickeln sollen.
Nehmen wir eine Beraterin mit Sonne in den Fischen und Aszendent Löwe. Sie arbeitet feinfühlig und kompetent, doch Selbstvermarktung fällt ihr schwer. Die Fische-Energie fördert Zurückhaltung, während der Löwe-Aszendent sie dazu auffordert, sichtbar und selbstbewusst aufzutreten. Diese Spannung zu verstehen hilft allein oft nicht weiter, sondern erzeugt eher Druck.
KosmoGraphik eröffnet einen anderen Zugang. Durch intuitives Zeichnen wird das Thema „berufliche Sichtbarkeit“ erfahrbar. Im Prozess nähert sie sich den Löwe-Qualitäten an: Wie fühlt sich Präsenz an? Wo zeigt sich Widerstand, wo Neugier? Körper und Haltung reagieren, neue Gedanken und Gefühle tauchen auf. Häufig entsteht eine innere Erlaubnis wie: „Ich darf Führung übernehmen, ohne laut und aufdringlich zu sein.“
Damit die Erfahrung wirkt, braucht es einen kleinen Schritt im Alltag – etwa ein Networking-Treffen besuchen oder in der nächsten Besprechung zuerst sprechen. So wird Erkenntnis zu gelebter Veränderung.
Für wen ist KosmoGraphik gedacht?
- Für dich, wenn du neugierig auf dich selbst bist.
- Für dich, wenn du viel verstanden hast und wenig verändert hast.
- Für dich, wenn du glaubst, nicht kreativ zu sein und trotzdem einen Stift halten kannst.
- Für dich, wenn Astrologie dich interessiert, aber zu theoretisch bleibt.
Fazit
KosmoGraphik verbindet astrologisches Wissen mit einem einfachen Zeichenprozess. Sie macht innere Themen sichtbar und hilft, neue Perspektiven zu entwickeln. Veränderung entsteht dabei nicht durch kluge Sätze, sondern durch Erfahrung.
Du brauchst kein Talent und keinen Plan. Ein Blatt Papier reicht. Der Rest entsteht unterwegs. Und manchmal sitzt du danach am Tisch, schaust auf dein Bild und denkst mit einem kleinen Lächeln: „Ach, so fühlt sich das also an.“
FAQ – Häufige Fragen zu KosmoGraphik
1. Muss ich an Astrologie glauben, damit KosmoGraphik wirkt?
Nein. Die Methode nutzt astrologische Bilder als Ausgangspunkt. Entscheidend ist der Zeichenprozess, nicht ein Glaubenssystem.
2. Brauche ich künstlerisches Talent?
Überhaupt nicht. Es geht um Ausdruck, nicht um Schönheit. Ein krummes Bild kann mehr bewegen als ein perfektes.
3. Ersetzt KosmoGraphik eine astrologische Beratung?
Nein. Sie ergänzt Deutungen um eine Erfahrungsebene und macht Inhalte spürbar.
4. Wie lange dauert eine Session?
Meist zwischen 60 und 90 Minuten, je nach Thema und persönlichem Tempo.
5. Was, wenn mir beim Zeichnen nichts einfällt?
Das ist normal. Der Prozess beginnt oft leise. Einfach weiter Linien setzen. Bewegung kommt von allein.
Für dich

Hast du Lust bekommen, KosmoGraphik selbst auszuprobieren?
Dann hol dir die kosmographische Session zu „Dein Aszendent“ für 0 Euro.
Dies ist ein Gastbeitrag von Ingrid Werner. Ingrid Werner ist Kunsttherapeutin, Astrologin und KosmoGraphik-Trainerin.





