Nie wieder hässliche Flipcharts – 3 Tipps Flipchart gestalten

Andere erklären dir nur, wie du dein Flipchart zeichnen kannst. Doch in diesem Artikel zeige ich dir zusätzlich, woran du schon vorher denken solltest, damit du ab sofort dein Publikum begeisterst. 

Alles was du hier erfährst, nutzt dir auch bei Folien Präsentationen mit Powerpoint / Keynote, bei deiner Präsentation am Whiteboard und bei Moderationen von Workshops.

4 verschiedene Flipchart Figuren für Zielgruppen, Koch, Mutter, Anwalt, Businessfrau

Willst du für eine ganz spezielle Person präsentieren, vielleicht möchtest ein Flipchart für deinen Wunschkunden gestalten? Das ist ideal, denn Flipchartgestaltung für bekannte Menschen ist relativ einfach.

Notiere dir den Namen und alles, was du sonst noch über ihn weißt: Alter, Geschlecht, Größe, Herkunft, Werte , Kleidung. Welche Rolle nimmt er / sie ein? Wie steht ihr zueinander? Was ist besonders an ihm / ihr?

Auch eine größere Gruppe kannst du natürlich beschreiben. Was sind ihre gemeinsamen Interessen? Wie sind sie dir schon mal aufgefallen? Was sind ihre Besonderheiten?

Doch pass auf - für große Gruppen ab 50 ist ein Flipchart nicht mehr passend.

2. Nur EIN Ziel pro Flipchart - Wirklich? Ja, Ich meine es ernst!

Entscheide dich für EIN Ziel pro Flipchart

Mit EINEM Pfeil kannst du keine DREI Ziele treffen!

Definiere klar und deutlich, was die Zielperson nach dem Betrachten des Flip-Charts TUN, DENKEN oder FÜHLEN soll. Und lass dies in deine Flipchartgestaltung einfließen.

Wenn du mit Zielvisualisierung vertraut bist, nutze sie. Stell dir mit allen Sinnen vor, wie es danach sein wird. Das hilft dir, deine Ziele konkret zu entwickeln.

Also: Kläre deine Flipchart Ziele / 1 Flipchart Ziel und dann richte deinen Inhalt danach aus. Sobald deine Ziele klar sind, fällt dir die Gestaltung deiner Flipcharts viel leichter!

3. Beschränke dich auf maximal 5 Punkte oder sogar noch weniger

Beschränke dich auf maximal 5 Argumente - Flipchart gestalten

Kennst du auch diese Präsentationen am Beamer mit 30 Zeilen in Schriftgröße 6? Grauenhaft oder? Viel zu viel Info in zu kurzer Zeit. Diese Angewohnheit überträgt sich leider auch auf Flipcharts.

Sammel deine Argumente in einer Liste, ABER entscheide dich für die 5 wichtigsten Gründe aus der Sicht deines Publikums.

Reduziere es - wenn möglich - sogar auf 3 Argumente!
Weniger Argumente = weniger Stress beim Flipchart-Design.

Vorteile:
  • Jedes Argument erzeugt jetzt eine noch größere Wirkung.
  • Du benötigst weniger Zeit für die Visualisierung am Flipchart.
  • Du schreibst weniger, deshalb kannst du dich mehr auf deine Schrift konzentrieren.

Überlege dir vorher genau, was deine Kernaussagen sind.

Bring sie auf den Punkt. So spitz wie die Spitze von einem Stift.

Formuliere die Botschaft um.

Richtig Knackig!


Damit ich dir ein gutes Vorbild gebe, pausiere ich nach 3 Tipps. Weitere Tipps findest du im nächsten Artikel.


SinnSTIFTende Grüße,
David

Nie wieder hässliche Flipcharts - 3 Tipps Flipchart gestalten 2

 


So geht es weiter - Hier findest du passende Artikel und gute Bücher, die deine Flipchart Fähigkeiten ergänzen werden.

Und jetzt noch ein dickes Shoutout an meine Visualisierung-Kollegen Sandra Dirks, Johannes Sauer, Katharina Bluhm, Brigitte Seibold und Martje Kleinhans. Gemeinsam "kämpfen" wir gegen langweilige Powerpoint Präsentationen.

Du hast noch Ideen? Dann schreib es doch in die Kommentare.

  • Hach, ich liebe eure Beiträge! Der Kritzelkurs war schon toll, der Gesichterkurs auch und der Flipchartkurs steht schon ganz oben auf meiner Ferienliste. Danke für den Einblick und die Buchtipps. Genial, volle Punktzahl für Mehrwert! Die Zuordnung der Zahlen erinnert mich Vicky Wall von Aura Soma. Ich frage mich, in wie weit die Zuordnung von Farben und Blickrichtung kulturell geprägt sind. Dazu gerne bei Gelegenheit mehr!Bis dahin vielen Dank!

    • lieben Dank. Ja, Farben sind auch immer im kulturellen Zusammenhang zu sehen. Bei uns steht Schwarz für Trauer und in Japan ist Weiß die Trauerfarbe. Ich lege deinen Themenwunsch in meinen Redaktionsplan.
      SinnSTIFTende Grüße David

  • Ein toller Beitrag – vielen Dank, David. Ein Flipchart wirkt viel stärker, wenn wir uns auf den Adressaten konzentrieren – seine Werte etc. Und auf das eigene konkrete Ziel: Was soll unser Gegenüber beim Anblick des Flipcharts denken, fühlen, tun. Genau! Auch die Tipps zu Aufteilung und zum Lenken der Aufmerksamkeit helfen mir weiter. Mit der LimbicMap kann ich weniger anfangen, weil sie Menschen in Schubladen sortiert. Mich selbst finde ich z.B. in allen 3 Sektoren wieder.
    Fazit: Flipcharting kommt auf meine 2learn list ?

  • Hallo David, mich hast Du restlos überzeugt, ich werde wieder vermehrt Flipcharts einsetzen, wenn ich genug bei dir geübt habe. Lieben Dank für diesen Beitrag mit so viel Mehrwert, dass ich ihn direkt abgespeichert habe. Danke für Deine Inputs David.

  • Hallo David,

    diese Vorgehensweisen sind nicht nur bei Präsentationen eine sehr gute Idee, sondern auch bei klassischen Tafelbildern während des Unterrichts. So werden alle Lerntypen angesprochen – auch die visuellen – und alles hat mehr Ordnung und Struktur. Und Spaß macht es obendrein.

    Viele Grüße und danke für den Beitrag
    Christine

  • Lieber David,
    wow- ich hätte nicht gedacht, was ma aus einem Flipchart alles rausholen kann. Ich habe deinen Artukel von a-z verschlungen und einen Kurs bei dir auf meine Wunschliste gesetzt.
    Danke für diese geballte und spannende Information .
    LG Gabriela

  • Hallo David,
    ich halte morgen einen Vortrag vor ca. 60 Frauen. Kurzfristig habe ich mich entschlossen, auch noch das Flipchart in meinen Vortrag mit einzubeziehen. Da war ich wieder dankbar für deine hilfreichen Tipps. 🙂
    Liebe Grüsse, Silvia

  • Hallo David und danke!

    Also: Mein Schulleiter (SL), 59, verheiratet, ein Sohn, schwäbelet, meist schwarz oder blau gekleidet aber immer casual und chic, Finanzexperte, wenig Ahnung und Bezug zu meinem Klientel: Kinder mit einer geistigen Behinderung und affallendem Verhalten.

    Der sanfte Harmonisierer:
    Kunst, Humor, Spass, Offenheit, Herzlichkeit, Vertrauen und Geselligkeit. Er will lieber der Freund und dweniger der Chef sein.

    Das ZIEL IST: meine Schüler-Gruppe soll nicht vergrößert, von sechs auf acht, werden und die Mitarbeiterzahl gleich, bei drei Personen bleiben.

    1. Er ist froh, die Beschreibung Förderklasse, mit all ihren Qualitäten und Vorteilen, schriftlich und übersichtlich vor sich zu haben.

    2. er wird uns nicht mehr als sechs Schüler zumuten.

    3. er ist glücklich, uns unterstützen zu können und unser Anliegen nach außen zu vertreten.

    Brainstorming:
    In Kriesensituationen kann schnell gehandelt werden – wir haben einen Platz um den sSchüler aufzunehmen

    Dies bietet sofortige Entlastung für die Klasse, Lehrperson, SL und die Eltern.

    Die Krisensituation wird sofort deeskaliert.

    Wir können die Bedürfnisse des Schülers abklären und geeignete Maßnahmen erstellen.

    Wdir haben das know-how zum erstellen von individuellen Interventionsabläufen, Hilfsmittel.

    Wir sind gut vernetzt, innerhalb und dausserhalb der Schule, mit anderen Fachkräften.

    Wir haben zweimal soviel Räumlichkeiten wie andere Klassen. Dieser Platz hilft bei einer Krise den Schüler und den Rest der Klasse zu schützen.

    Unsere Farbe ist sicher orange… unsere Räume sind so gestaltet.

    Die Farben rot = Ziel, grün = Unterstützung und blau = Entspannung, fände ich gut.

    Wir arbeiten in der Schule mit Piktogrammen = wäre also eine gute Option sie auch hier zu brauchen.

    Brauchst du noch mehr Angaben?

    Ich bin gespannt auf deine Rückmeldung.

    Herzliche Grüsse aus der Schweiz
    Renate

  • Hallo David

    Spannender Artikel, nur leider funktionieren die Links am Ende der Kapitel nicht. Schade, da wäre sicher noch spannendes zu entdecken.

    Beste Grüsse
    Andrea

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