Du kennst das: Du gibst Dir Mühe, planst, strampelst Dich ab – und dann passiert schon wieder ein Ereignis, das alles durcheinanderwirbelt. 😮💨 Im Job zieht plötzlich jemand anderes die Belohnung für Deinen Einsatz ein. Beim Geld taucht eine Rechnung auf, die Du nicht kommen sahst. Projekte kippen kurz vor dem Ziel. Und in Beziehungen fühlt es sich an, als würdest Du immer an denselben Punkt geraten, egal wie sehr Du Dich bemühst.
Denn Du dann denkst: „Warum passiert das immer mir?“ ist es ein echtes inneres Erleben – und viele Frauen tragen genau dieses Gefühl durch Ereignisse in ihrem Leben. Das kann gleichzeitig frustrierend und erschöpfend sein… und doch bringt es auch etwas: Wiedererkennen und ein kleines Aufatmen. 😌
- Als wärst Du Spielball von äußere Faktoren
- Als hättest Du zu wenig Einfluss auf das, was passiert
- Als wäre die Welt „gegen Dich“, obwohl Du nur Deine Ruhe willst
In der Psychologie gibt es dafür einen Begriff, der nicht bewertet, sondern erklärt: Kontrollüberzeugung. Und genau da lohnt es sich hinzuschauen – woher kommt eigentlich dieses Deutungsmuster?
Julian Rotter – Die Definition des Locus of Control
Wenn Du Dich gerade fragst, warum sich manche Ereignisse so „gegen Dich“ anfühlen, hilft ein kurzer Blick in die Psychologie: Der Begriff Locus of Control geht auf Rotter zurück. Er wollte nicht Menschen in Schubladen stecken, sondern verstehen, wie wir uns erklären, warum etwas passiert. 🧠
Ganz wichtig: Es geht dabei nicht um eine objektive Wahrheit, sondern um Deine innere Definition von Ursache und Wirkung. Rotter beschrieb das als Konstrukt der Kontrollüberzeugung – also als Muster, mit dem Du Erfahrungen deutest: „Habe ich Einfluss?“ oder „Passiert es mir einfach?“
Allein zu wissen, dass es dafür einen fachlichen Rahmen gibt, kann schon Orientierung geben – und ein bisschen Vertrauen, dass Du nicht „kaputt“ bist, sondern ein erlerntes Deutungsmuster lebst. Und was passiert, wenn dieses Muster stark nach außen zeigt und äußere Umstände plötzlich alles erklären sollen?
Externe Kontrollüberzeugung: Wenn äußere Faktoren alles bestimmen
Bei einer externalen Kontrollüberzeugung (auch: externe Kontrollüberzeugung) fühlt es sich oft so an, als hätte Dein Leben einen unsichtbaren Regler, den andere bedienen.
Nicht Du steuerst – Du reagierst. Das ist verständlich… und gleichzeitig ein bisschen bitter, weil es innerlich eng macht. 😕
- „Das war halt Zufall.“
- „Ich hab einfach Pech.“
- „Andere Menschen sind schuld, das System ist gegen mich.“
- „Der Algorithmus macht mich unsichtbar.“
Diese Form der externalen Kontrolle schützt Dich kurzfristig: Du musst Dir nicht auch noch die Schuld geben.
Aber langfristig kostet sie Handlungsspielraum – weil Du kaum noch nach dem Anteil suchst, den Du beeinflussen könntest. Kein Wunder, dass dann schnell das Gefühl von Ohnmacht und Stress wächst, oft ganz nah an der Angst vor Kontrollverlust. 🫧
Die entscheidende Frage ist: Wie sieht ein Umgang aus, der Verantwortung möglich macht, ohne dass Du Dich dafür fertig machen musst?
Internale Kontrollüberzeugungen: Verantwortung ohne Selbstanklage
Eine internale Kontrollüberzeugung (auch: interne Kontrollüberzeugung) bedeutet nicht, dass Du alles kontrollieren musst oder könntest.
Sie bedeutet etwas viel Entspannenderes: Du richtest Deinen Blick auf das, was in Deinem Einflussbereich liegt – und findest dort wieder Luft zum Atmen. 🌿
Der Knackpunkt ist die Abgrenzung: Verantwortung ≠ Schuld.
Verantwortung heißt: „Was kann ich jetzt tun?“ Schuld heißt: „Ich bin falsch.“ Und genau diesen zweiten Teil darfst Du loslassen.
- Du erkennst äußere Umstände an – ohne Dich ihnen komplett auszuliefern
- Du suchst nach einer nächsten kleinen Handlung, statt nach der perfekten Lösung
- Du stärkst Schritt für Schritt Deine Autonomie, ohne Selbstoptimierungsdruck
Das macht Hoffnung, weil sich das Leben nicht mehr nur „passiert“ anfühlt, sondern wieder gestaltbar wird. Und was, wenn es dafür einen ganz konkreten psychologischen Hebel gibt, der genau diese Handlungskraft spürbar verstärkt?
Selbstwirksamkeit: Der große Hebel der Psychologie
Selbstwirksamkeit ist ein psychologisch gut untersuchtes Konzept, das auf Albert Bandura zurückgeht. Es beschreibt Deine Überzeugung, dass Du mit Deinem Handeln etwas bewirken kannst – selbst wenn es gerade schwierig ist. Je nach Ausmaß dieser Überzeugung fühlst Du Dich eher aktiv oder eher ausgeliefert.
Das Starke daran: Selbstwirksamkeit wächst nicht durch „positives Denken“, sondern durch echte Erfahrungen. Kleine Erfolge verändern Dein inneres Bild von Dir selbst. 🌱
- Du setzt eine winzige, machbare Aufgabe um
- Du merkst: Ich kann etwas beeinflussen
- Deine innere Sicherheit steigt – und damit auch Deine Handlungskraft
Das passt auch zur Salutogenese: Wenn Dinge verstehbarer und handhabbarer werden, fühlt sich Leben insgesamt stimmiger an.
Und jetzt stell Dir vor, Du hättest nicht nur Einfluss, sondern auch echte Wahlmöglichkeiten – wie verändert sich dann Deine Energie im Alltag?
Autonomie: Warum Wahlmöglichkeiten Energie freisetzen
Es gibt einen spürbaren Unterschied zwischen „Ich muss“ und „Ich entscheide“. Wenn Du Dich innerlich gezwungen fühlst, wird alles zäh: Du funktionierst, zweifelst, hältst durch – aber es kostet Dich Kraft. 😮💨
Autonomie fühlt sich dagegen an wie ein Fenster, das aufgeht. Du hast nicht plötzlich ein perfektes Leben, aber Du hast Wahlmöglichkeiten. Und genau das setzt Energie frei: Motivation, Klarheit, Durchhaltevermögen. 🌬️
- Vorher: Druck, Anpassung, das Gefühl, getrieben zu sein
- Nachher: Verantwortung ohne Zwang, mehr innere Freiheit
Wichtig: Das ist keine Frage von „starker Persönlichkeit“, sondern eng verbunden mit internale und externale Kontrollüberzeugung – also damit, ob Dein interner und externer Kontrollfokus Dir eher Möglichkeiten oder Grenzen zeigt.
Aber ist das nur ein gutes Gefühl – oder lässt sich dieser Zusammenhang auch in Zahlen zu Stress, Zufriedenheit und sogar Geld wiederfinden?
Was Studien zeigen: Stress, Zufriedenheit, Gesundheit und Geld
Wenn Dir das bisher logisch vorkommt, ist das gut – und es ist auch wissenschaftlich anschlussfähig. Mehr als eine Studie zeigt Zusammenhänge zwischen Kontrollüberzeugungen und wichtigen Lebensbereichen. Dabei ist mir eine Sache besonders wichtig: Das sind meist Korrelationen, keine Beweise für einfache Ursache-Wirkung. Also kein „Denk dich reich und gesund“, sondern seriöse Hinweise auf Muster. 🧩
- Stress: Menschen mit stärker internem Kontrollfokus berichten häufig von weniger empfundenem Stress, weil sie eher nach beeinflussbaren Schritten suchen.
- Gesundheit: Es gibt ein wiederkehrendes Ergebnis, dass ein höheres Gefühl von Kontrolle mit gesundheitsförderlichem Verhalten zusammenhängt (z. B. dranzubleiben, Hilfe zu suchen, Routinen aufzubauen).
- Zufriedenheit & Einkommen: Studien finden oft Zusammenhänge zwischen internaler Kontrolle, Zielverfolgung und langfristigen Outcomes wie Lebenszufriedenheit oder Einkommen – aber: soziale Rahmenbedingungen spielen immer mit hinein.
Das gibt Sicherheit, weil Du merkst: Du bildest Dir das nicht ein – gleichzeitig bleibt es ernsthaft und realistisch. Und wenn beide Seiten menschlich sind: Woran erkennst Du im Alltag, welche innere Haltung Dich gerade eher stärkt?
Fazit: Gestalter oder Opfer – eine Frage der inneren Haltung
Deine Kontrollüberzeugungen sind kein Urteil über Dich, sondern ein Spiegel Deiner Erfahrungen. Manchmal ist es menschlich, nach außen zu zeigen: Das Leben ist gerade zu viel, ich kann nicht noch mehr tragen. Und manchmal tut es Dir gut, den Fokus wieder nach innen zu holen: Was ist mein nächster kleiner Schritt? 🌿
- Extern kann kurzfristig entlasten – langfristig macht es oft klein.
- Intern schafft Gestaltungsspielraum – ohne dass Du Dich dafür schuldig fühlen musst.
Die wichtigste Einladung ist nicht Selbstoptimierung, sondern Selbstbeobachtung: Wann rutschst Du in „mir passiert alles“ – und was bräuchtest Du dann wirklich? 😌
Und wenn Du diesen Unterschied einmal klar siehst: Wo in Deinem Alltag glaubst Du noch, keine Wahl zu haben, obwohl Du längst Stellschrauben in der Hand hältst?
Was das mit SEO zu tun hat – und warum du kein Opfer von Google bist
Vielleicht denkst Du bei SEO manchmal: „Google macht eh, was es will.“ Das ist die alte, externe Haltung – verständlich, aber sie zieht Dir leise den Stecker. Denn ja, Updates passieren. Aber Du hast trotzdem Einfluss. 💡
- Du kannst Keywords gezielt auswählen
- Du kannst Inhalte schreiben, die wirklich helfen
- Du kannst Struktur schaffen, die Google (und Menschen) versteht
- Und Du kannst durch Handlung und Dranbleiben Ergebnisse aufbauen
Wenn Du SEO als gestaltbaren Prozess sehen willst, schau Dir SEO Marketing an und lies unbedingt auch über den SEO Erfolgsfaktor Fleiß – genau dort entsteht echte Selbstwirksamkeit. 🌿












