Hast du auch schon mal vor dem falschen Publikum präsentiert? Alles war professionell und du konntest punkten, doch zum Abschluss kam es dann doch nicht. „Wir melden uns bei ihnen.“ hieß es. Vermutlich hast du nicht vor denen präsentiert, die Entscheidungen treffen. Deshalb gibt es heute Tipps, wie du den Entscheider finden kannst.

 

Die Geschichte von Jean-Luc

Jean-Luc soll eine Präsentation erstellen. Aber nicht irgendeine, sondern eine überzeugende Präsentation, eine Präsentation, die dich von den Füßen haut. Den Auftrag bekommt er von seiner Chefin.

Jean-Luc beschäftigt sich also mit seinem Publikum: seine Chefin. Er macht sich Gedanken über die Kernbotschaft, die Dramaturgie und auch, wie er ein Flipchart für die Präsentation nutzen will. Er plant die Aufteilung und legt die Farben fest, die ihn unterstützen. Er denkt sich in seine Chefin rein, für welche Argumente sie offen sein wird.

Dann der Tag der Präsentation. Seine Chefin ist einfach nur begeistert. Sie verspricht Jean-Luc, sie werde das Projekt ihrem Chef vortragen und dann berichten.

 

Auflösung

Diese Geschichte hat mir ein Blog-Leser geschrieben und ich fand die Lektion, die sich darin versteckt, so wertvoll. Deshalb teile ich sie heute mit dir und hoffe, du machst diesen Fehler nicht selber. Ich habe den Namen geändert, damit der echte Jean-Luc keine Probleme bekommt.

Was glaubst du, wie wird die Geschichte weitergehen? Wird Jean-Luc die Zusage bekommen? Ist der Chef der Chefin auch begeistert?

Hier die Auflösung: Der höhere Chef fand die Präsentation ganz okay, aber sie hat ihn nicht umgehauen. Die Zusage hat Jean-Luc nicht bekommen.

Dabei hat Jean-Luc doch alles richtig gemacht, oder?

 

Präsentiere bei denen, die Entscheidungen treffen können / dürfen

Jean-Luc hat eine erstklassige Präsentation abgeliefert. Seine Chefin war auch hin- und weg. Dramaturgie, Botschaften, Farben, alles passte.

Aber Jean-Luc wusste nicht, dass seine Chefin nicht der Entscheider war. Er war davon ausgegangen, aber er wusste es nicht. Damals war es ihm vermutlich auch noch nicht bewusst.

Heute macht Jean-Luc das natürlich anders. Und ich habe hier 5 Tipps für dich und das jüngere Ich von Jean-Luc.

 

5 Tipps – Entscheider finden

1. Sei achtsam

Jean-Luc war sich der Möglichkeiten gar nicht bewusst, dass es anderes sein könnte als angenommen. In diese Falle tappt er vermutlich nicht mehr, weil während des Lernens Emotionen beteiligt waren. Durch starke Emotionen lernt man schneller und intensiver.

Frage dich: „Präsentiere ich wirklich vor dem Entscheider?

 

2. Frag nach: Wen müssen wir noch berücksichtigen?

Oft ist der Auftraggeber nicht der Entscheider. Frage einfach direkt und offen deinen Auftraggeber (Kunde / Kollege / Chef / Partner …), wen du noch berücksichtigen musst.

Frage laut: „Wer ist noch an der Entscheidung beteiligt?

Im Verkauf kann das auch der Ehepartner sein, der vor einer großen Anschaffung gefragt werden will. Kläre das vorher.

 

3. Stimme deine Präsentation auf den Entscheider ab

Massgefertigte PräsentationSobald du den Entscheider kennst, kannst du deine Präsentation auf seine Vorlieben, Bedürfnisse und Einwände anpassen. Mach dir Gedanken über den passenden Kanal (Flipchart, Telefon, Meeting, Video, usw.) und dann schneidere die maß gefertigte Präsentation für ihn an.

 

4. mehrere Loops sind möglich

Manchmal sind mehrere Loops / Schleifen nötig. Diesen Tipp hätte Jean-Luc gut gebraucht. In der 1. Präsentation an seine Chefin verkauft er ihr die Idee, dass sie beide zusammen beim Chef präsentieren. Sie könnte dann die Eröffnung machen und an ihn weiterleiten. So bekommt sie die Anerkennung von ihrem Chef.

Und Jean-Luc präsentiert dann an den „Big Boss“ die Projekt-Idee. Ganz individuell auf seine Bedürfnisse zugeschnitten.

Können beide Präsentationen dann unterschiedlich sein? Oh ja, die beiden Präsentationen werden sich vermutlich grundlegend unterscheiden.

 

5. Hebe den Nutzen hervor

Jede Zielgruppe hat hier einen unterschiedlichen Nutzen. Seiner Chefin verkauft Jean-Luc das Lob und die Anerkennung des Big Bosses und vielleicht die nächste Gehaltserhöhung oder Beförderung.

Dem Big Boss verkauft Jean-Luc einen sehr guten Return-on-Invest oder eine volle Personalauslastung oder Kosten-Einsparung. Je nachdem, was für den Big Boss zur Zeit wichtig ist.

 

Fazit

Peter Druckers Definitionen bringen es auf den Punkt

Effizienz = Die Dinge richtig tun.

Effektivität = Die richtigen Dinge tun.

Jean-Luc hat demnach effizient gehandelt, aber nicht effektiv. Man könnte also sagen:

Eine perfekte Präsentation vor den falschen Menschen ist Zeitverschwendung. Klick um zu Tweeten

 

Der SinnSTIFT David lächelt

Jetzt weißt du, warum du nie wieder vor den falschen Menschen präsentieren sollst. Und erst jetzt lohnt es sich für dich, perfekte Flipcharts zu erstellen.

 

SinnSTIFTende Grüße,

dein David

 

Gesamt-Bewertung des Artikels
Wie gefällt dir dieser Artikel?
[Gesamt:1    Durchschnitt: 5/5]
Teile diese Seite mit deinen Freunden über:

YouTube aktivieren?

Auf dieser Seite gibt es mind. ein YouTube Video. Cookies für diese Website wurden abgelehnt. Dadurch können keine YouTube Videos mehr angezeigt werden, weil YouTube ohne Cookies und Tracking Mechanismen nicht funktioniert. Willst du YouTube dennoch freischalten?